Berner Zeitung 12/08 Drucken E-Mail
Der Frauenjodelchor setzt dem «Zwölfischlegel» ein Denkmal

Eine besondere Weihnachtsgeschichte bringt der Frauenjodelchor Bumbach in die Adventszeit ein. Ihr Konzert lässt den «Zwölfischlegel» des Emmentaler Dichters Simon Gfeller aufleben. Die Lieder dazu schrieb Peter Künzi.

Simon Gfellers weihnächtliche Geschichte vom «Zwölfischlegel», dem alten Schnapsbruder, der erst kurz vor seinem Tod Weihnachten erleben und einen Augenblick des Glücks erfahren darf, berührt die Menschen seit vielen Jahrzehnten immer wieder. Längst hat diese Geschichte den Weg in viele Familien, Kirchen und Schulstuben gefunden. Auch Peter Künzi, der Dirigent des Frauenjodelchors Bumbach, hat als Lehrer diese Geschichte schon oft mit seinen Schülerinnen und Schülern gelesen oder sie ihnen in der Weihnachtszeit erzählt.

Dabei sind in seinem Kopf zur Geschichte passende Lieder entstanden, die er nach und nach mit Noten und Text zu Papier gebracht hat. Dann hat er sein Werk, eine Art Jodelkantate, seinen Jodlerinnen vorgestellt.

Im Advent statt im Herbst
An der Hauptversammlung 2007 haben die Frauen vom Jodelchor Bumbach beschlossen, dieses Jahr an Stelle des herbstlichen Jodlerkonzertes Lieder für ein Adventskonzert in der Kirche einzustudieren. Im April haben sie unter der Leitung von Peter Künzi begonnen, die Lieder zum «Zwölfischlegel» einzuüben. Als Erzählerin tritt Chormitglied Verena Oberli auf.

Lieder als Bilder
«Die Lieder sind als Bilder in den Text eingefügt», erklärt Dirigent Künzi. Er selber singt gemeinsam mit Claudia Bigler und Renate Wigger im Terzett mit. Für die mitwirkende Obwaldner Huismuisig hat Künzi auch die Begleitmusik zur Erzählung geschrieben. Neben Trompete, Violine, Örgeli und B-Tuba werden von den Innerschweizer Musikanten auch Instrumente wie Büchel, Didgeridoo oder Basstrompete eingesetzt. Der ehemalige Schangnauer Lehrer Peter Künzi ist fest mit dem Bumbacher Chor verbunden – seit 21 Jahren leitet er den Verein. Auch nach seinem Stellenwechsel und dem Umzug nach Uetendorf ist der Musiklehrer seinem Chor treu geblieben: «Die Frauen arbeiten an ihren Stimmen, am Klangvolumen und können sich immer mehr steigern», schwärmt er.